NEUES

 


Auch der Pferdeapfel folgt der Newton´schen Gravitationstheorie!

Wien ist eine wunderbare, im internationalen Vergleich im Bezug auf Sauberkeit im Spitzenfeld liegende Stadt.
Wo man hinsieht, Prachtbauten aus vergangenen Zeiten, der Stephansdom, die berühmten Kaffeehäuser, das Riesenrad und, zumindest noch im Zentrum, die Fiaker.
All diese Dinge tragen dazu bei, daß jährlich Touristen in Massen in unsere Hauptstadt strömen und durch ihren Besuch die österreichische Wirtschaft unterstützen.
Für den Österreicher selbst, vor allem aber für den Wiener, ist der gute alte Würstelstand ein - wenn nicht DAS - Heiligtum. Hier trifft man Menschen, kann diskutieren oder zu späterer Stunde, Lebensweisheiten anderer lauschen oder von sich geben.

Nun zum eigentlichen Thema - die Fiaker!
Seit Jahren wird besprochen, geplant und meist wieder verworfen, wie man den Roßapfel - wenn vom Pferde entlassen und von der Schwerkraft gepackt - daran hindern soll den Asphalt zu berühren. Man erfindet sonderbare Konstruktionen, entwickelt Strategien die nun so weit gehen, daß man dem Pferd eine Art Windel umschnallt. - Irgendwie krank!
Als (noch) Nichtreiter musste ich vor langer Zeit schon feststellen, daß Pferdekot nicht so stinkt, wie viele der Windel-Befürworter behaupten. Pferde-Urin riecht wohl auch etwas - sollen wir deshalb alle Pferde katheterisieren und Auffangbeutel am Fiaker (oder doch gleich am Pferd?) anbringen?

Diejenigen, vor allem die paar Cafébesitzer, denen wir diese hirnrissige Debatte und deren Folgen (v.a. für das Pferd) zu verdanken haben, sollte man - wie man in Wien so schön sagt - "mit nassen Fetzten um den Ring treiben"! Schließlich sitzen auch in ihren Lokalen Gäste bzw. Touristen, die sich daran erfreuen, einen Fiaker vorbeifahren zu sehen, oder möglicherweise selbst gerade auf einem eine Runde durch die Innenstadt gedreht haben. Nicht zu verschweigen ist auch, daß Fiaker sowieso eine Reinigungsgebühr an die Stadt Wien entrichten müssen.
Im Gespräch mit Urlaubern kam mir schon mehrmals zu Ohren, was als wirklich störend empfunden wird. Ich persönlich muß mich dieser Meinung anschließen. Das viel größere Übel ist - der Hundekot! Es wäre interessant wie viele Menschen täglich in ein Hundewürstel steigen! Man braucht nicht lange zu suchen, Hunde-Exkremente findet man an jeder Häuserecke. Keine Grünfläche kann gefahrlos betreten werden, sogar auf Kinderspielplätzen sind sie regelmäßig zu finden - von unserer Uni wohl gar nicht zu sprechen.
Pferdekot liegt (in Wien) dagegen auf der Straße, in der Regel nur auf den Fiakerrouten und wird von der Stadt Wien täglich entfernt, wofür die schon erwähnte Reinigungsgebühr bezahlt werden muß.

In Großbritannien z.B. kostet den Hundebesitzer das Liegenlassen eines Exkrements, welches von seinem Hunde stammt, je nach Ort und Umgebung, sogar - oder erst recht - in ländlichen Regionen zwischen 20 und 250!! Pfund, also bis zu ca. 360 €(ca.5000 Schilling)! Darauf hingewiesen wird durch an diversen Laternenmasten, Bänken, Zäunen etc. befestigten Plaketten, auf denen das Strafausmaß für alle erkennbar angebracht ist.
Ich kann selbst davon berichten, daß bis auf die wenigsten Ausnahmen, diese Verordnungen eingehalten werden.

Ob dieses System auch in Österreich funktionieren würde, halte ich eher für zweifelhaft. Dennoch könnte versucht werden, vorerst als eine Art "Eingewöhnungsphase", bestimmte Zonen einzurichten, wo - nicht zu hohe, aber immerhin - Strafen bei diesem "Vergehen" der Hundebesitzer eingehoben werden könnten. Es ist schließlich eine hygienische Maßnahme, die die Lebensqualität aller ein beträchtliches Stück erhöhen würde.
Es würde mich persönlich sehr interessieren, ob sich unter den Pferdewindel(auch Poo-bags genannt)-Befürwortern auch einige Hundebesitzer befinden, denen es absolut egal ist wenn ihr geliebter Vierbeiner sein Geschäft vor dem Eingang einer Konditorei vollzieht.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich klarstellen, dass es nicht die Schuld des Hundes ist wenn ihn gerade vor einem Marktstand, oder sonstwo, das Bedürfnis überkommt, ein Häufchen zu machen.
Wenn er muß, dann muß er eben!
Es ist aber - so finde ich zumindest - die Aufgabe des Besitzers, den Kot seines eigenen Hundes zu entfernen. Für mich ist also der ganze Trubel um die paar Kilogramm Pferdemist absurd. Man sollte sich eher um eine Hundekot-Lösung Gedanken machen. Dies wäre sicher der mühsamere Weg, würde sich aber für uns alle mehr lohnen. Eventuell könnte man unsere Uni, quasi als Vorbild und Vorreiter, zu einer wie vorher beschriebenen hundekotfreien Zone ernennen. Schließlich befinden sich auf unserem Unigelände stets viele Patienten, denen man durch Setzen solcher Maßnahmen und der daraus resultierenden Senkung des Infektionsdruckes nur Gutes tun kann.

Ich stelle dieses Thema zur Diskussion und freue mich schon auf Eure e-mails.
Bevor Ihr aber darauf losschreibt, daß ich in Euren Augen ein Hundehasser sei, möchte ich gleich erwähnen, daß ich Hunde(sowie fast(!) alle anderen Tiere auch) sehr gern habe, denn wenn dem nicht so wäre, hätte ich nicht begonnen, auf Vet.med. zu studieren!
P.M.


Nichts hat sich geändert!

Der RFS hat seit Beginn seiner Existenz auf der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit der Ablehnung und ausnahmslosen Ausgrenzung durch die anderen Fraktionen, v.a. aber des Aktionskommitees(AK), zu kämpfen!

Konstruktive Anträge von unserer Seite wurden meist durch ihre (Stimmen-)Mehrheit abgelehnt und ihre eigenen Anträge, so zweifelhaft sie auch gewesen sein mögen, ohne Rücksicht auf Verluste beschlossen. Über längere Zeit waren wir jedoch mit mehreren Mandaten in der Universitätsvertretung(UV) der ÖH vertreten, sodaß die bis dato größten Schnapsideen des AK(derzeit besetzen sie 7 von 9 Mandaten) durch unsere Gegenstimmen und in einem konkreten Fall, die Veröffentlichung ihres Vorhabens, verhindert werden konnten.

Bei dem eben angeführten Plan ging es 1999 um den Ankauf eines Mietshauses, zur sog. studentischen Wohnraumbeschaffung. Oberflächlich gesehen ist diese ja nichts schlechtes, die Einzelheiten sind jedoch haaresträubend.

Erstens konnte kein geeignetes "Objekt" gefunden werden - sprich: Alles zu teuer oder zu stark heruntergekommen! (laut den mir zur Einsicht unterbreiteten, aber nicht vollständigen Unterlagen (Sitzungsprotokolle usw.) wurde Gott sei Dank bis zum heutigen Tag kein Mietshaus gefunden!)

Obwohl laut AK dieses Thema schon längst vom Tisch ist, erscheint diese Wohnraumbeschaffung noch immer in aktuelleren Unterlagen!!!

Zweitens hatten die AK-Mandatare damals geplant dafür 10 Mio. Schilling (ca. 727.000 €), davon etwa 8 Mio. Schilling kreditfinanziert, locker machen zu wollen. Dieses Vorhaben hätte den größten Teil des Budgets der Hochschülerschaft der Vet.med. der nächsten 20 bis 25 Jahre verschlungen.

Finanziell hätten wir also während dieser Zeit keine Flexibilität mehr gehabt. Zu erwähnen sei natürlich noch, daß ein Mietshaus nur wenigen Studenten zugute käme, da nur eine sehr limitierte Anzahl von Wohnungen (zwischen 15 und 30) zur Verfügung stehen würden. Bestehende Mietverträge der vorhandenen Bewohner dürfen hier auch nicht außer Acht gelassen werden d.h., daß Wohnungen möglicherweise erst in 30 Jahren (z.B. durch das Ableben des Mieters) für Studenten nutzbar werden würden.

Sicher ist: Die Kosten/Nutzen-Rechnung geht nicht auf!!!

Die Hochschülerschaft der Vet.med. wäre besser beraten allen Studenten etwas Gutes zu tun und nicht nur einigen Priviligierten, die eine günstige Wohnmöglichkeit zugeschantzt bekommen. Fest steht nämlich bis jetzt nicht, wer darüber entscheidet welcher Student einziehen darf oder nicht, ob nur Veterinär-Studenten oder alle Studenten Anrecht auf eine Wohnung haben sollen, usw.

Für den RFS Vet.med. auf jeden Fall ein Thema, daß nicht totgeschwiegen oder verharmlost werden darf!

Wir werden Versuchen Euch auf dem Laufenden zu halten - sofern wir Auskunft darüber bekommen, was mit EUREM und unserem Mitgliedsbeitrag geschieht!

Hier noch ein Text aus dem R.E.C.T.U.M. 1977:

Nichts hat sich geändert!

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©P.M. 2003