ARCHIV



(10.12.2002)

Zusammenfassung der letzten 2 Jahre Hochschülerschafts"arbeit"!

Fast zwei Jahre sind seit der letzten Hochschülerschaftswahl(Frühjahr 2001) vergangen. Wenn wir auf die verschiedensten Wahl-Slogans und Versprechen, die uns damals von den vielen Postern entgegensprangen, zurückblicken fragen wir uns mit Recht: Was ist in diesen vielen Monaten eigentlich geschehen?

Wer kann sich eigentlich noch an diese Plakate und deren Schriftzüge erinnern? Wahrscheinlich nur die, die sie produziert haben! Daher eignen sich diese Wahlversprechen - verwirklicht werden sie ja nie - hervorragend dafür beiden nächsten Wahlen wiederverwertet zu werden, und keinem fällt es auf.

Da wir(RFS) uns bemühen einen gewissen Überblick zu behalten, dokumentieren und archivieren wir seit geraumer Zeit sämtliche Wahlmaterialien und Inhalte aller beteiligten Fraktionen.

Hier eines der vielen Beispiele für Populismus in Reinkultur - schnell was rausklopfen was sich gut anhört und nach der Wahl alles vergessen!:

Wo bitte sind die einheitlichen Fragenkataloge?

Man hatte zwei Jahre Zeit, um sie zu verwirklichen!

Weiter geht es mit den Grundsätzen des AK. Hier steht z.B. geschrieben, daß sie gegen Ausgrenzung, für Verantwortungsbewußtsein gegenüber der Gesellschaft, für Persönlichkeitsbildung und Kollegialität seien. Zwischen Theorie und Praxis liegen bekanntlich Welten!

Welche Art von Verantwortungsbewußtsein und Persönlichkeitsbildung gemeint ist erkennt man an ihrem Logo:

Ein Stier(eher ein Ochse!), der gerade einen Joint raucht und "high" ist!

(Manch fragwürdige AK-Aktion in der ÖH der Vet.med. sieht wohl dieser Genosse wirklich aus einer anderen Perspektive.)

Was Ausgrenzung und Kollegialität angeht kann sich jeder selbst ein Bild machen. Der Grund warum alle Referate und sonstige Posten in der HVU(Hochschülerschaft der Vet.med.) nur durch AK Personal besetzt sind ist der, daß andere keine Chance bekommen in die nähere Auswahl zu fallen. Sichtlich soll der Macht- und Geldkuchen (siehe Tabelle) mit niemandem geteilt werden außer mit den Eigenen.

Bestätigt wird diese Annahme durch die Aussage eines AK Mitgliedes und ehemaligen ÖH Vorsitzenden(vor Zeugen!), der uns bei der Anfrage ob wir ein Referat besetzen dürften, für welches seit Wochen kein neuer Referent gefunden werden konnte, zu verstehen gab, daß dies für uns nicht möglich sein werde solange das AK die Mehrheit in der Universitätsvertretung hat.

Aus heiterem Himmel hat sich dann doch noch ein AKler gefunden, der den Posten übernehmen konnte(so ein Zufall aber auch!).

Das AK vertritt also Kollegialität solange sie von eigenem Nutzen ist, in allen anderen Fällen wird einfach ausgegrenzt und verschwiegen.

Hier die Aufwandsentschädigungen der Referenten und des Vorstandes der HVU:(Stand 2001/02)

Vorsitzende/r: 42.000.-ATS (ca. 3.053 €)
1.Stellvertr.: 34.000.-ATS (ca. 2.471 €)
2.Stellvertr.: 24.000.-ATS (ca. 1.744 €)
Je Referent: 12.000.-ATS (ca. 872 €)
Sachbearbeiter(insges.): 48.000.-ATS (ca. 3.488 €)

Zu einer anderen Fraktion - der AVE(Akademikergruppe der Vet.med.) - kann man an sich nicht viel sagen. Kurz vor der Wahl werden sie wieder sündteures Wahlmaterial (finanziert vom Bauernbund) presentieren, welches inhaltlich wahrscheinlich wieder zu Wünschen übrig lassen wird.

Hier eine Glanzleistung, die möglicherweise der Akademikergruppe würdig sein mag:

A.Bauer: "Unsere Universität ist modern. Sie ist echt cool."

Angepriesen wird hier: "Was wirklich zählt, ist Engagement."

Sieht so Engagement aus?: Alexandra Bauer (bei der Wahl 2001 Zweitgereihte der AVE) trat sofort nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses zurück - sie wäre Mandatarin in der Univertretung geworden. Ob sie nur aus taktischen Gründen als zweite in die AVE-Kandidatenliste aufgenommen wurde, um dem weiblichen Anteil unter unseren Studenten das Gefühl zu vermitteln, daß sie dadurch besser vertreten werden oder nicht, lässt sich nur erahnen!

In einer Aussendung an alle Studenten schrieb der AVE damals: "Mitsprache sichern - ist für uns mehr als ein Slogan. Nämlich Verantwortung für die Zukunft."

Wie oft sie "mitgesprochen" haben kann jeder in den Sitzungsprotokollen der HVU begutachten!(siehe Artikel: Unordnung in der HVU)

Na ja, im Frühjahr 2003 werden wir wieder Zeugen werden wie sich vor allem das AK selbst auf die Schulter klopft und ihre "Arbeit" anpreist!

Meine Frage dazu: "Seit wann ist Stagnation was positives?"


(04.10. 2002)

Unordnung in der HVU(Tagebuch der Ungereimtheiten)!

Anfang September (2002):
Besuch im HVU Büro, um am Laufenden zu bleiben. Ich werfe zu diesem Zweck einen kritischen Blick in die Bürodienst-Mappe, in der die neuesten Infos meist eingetragen werden. Mit entsetzen stelle ich fest, daß das letzte Sitzungsprotokoll unserer Universitätsvertretung (bestehend aus 7 AKlern und 2 AVE Leuten) das Datum 24.Oktober 2001 trägt.

Die Sitztung davor, in der ich selbst noch in der UV als Mandatar vertreten war, war am 11. Juni 2001(kurz nach der letzten ÖH-Wahl, danach wurde ja die Univertretung neu zusammengestellt).

Da Sitzungsprotokolle laut "Geschäftsordnung der Hochschülerschaft an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (HVU)" § 12, Abs. 5, spätestens zwei Wochen nach der Sitzung ALLEN HVU-Angehörigen, sprich ALLEN Studenten der Vet.med., zur Einsicht aufzulegen sind, gehe ich berechtigter Weise davon aus, daß seit der letzten Wahl im Frühjahr 2001 bis zum Herbst 2002 lächerliche 2 Sitzungen stattgefunden haben, unter der neuen Führung sogar nur eine. Die Tatsache, daß Protokolle spätestens zwei Wochen nach der Sitzung aufzulegen sind, wurde dem Vorstand schon vor Jahren mehrmals vom RFS in den jeweiligen Sitzungen mitgeteilt.(im jeweiligen Protokoll nachzulesen!)

AVE hat sich überhaupt nur mit 2 Wortmeldungen bemerkbar gemacht. Also umgerechnet eine Wortmeldung pro Mandat in einem Zeitraum von über einem Jahr - das ist sichtlich alles, um in der HVU existenzberechtigt sein zu dürfen, da aus diesem letzten Protokoll auch ersichtlich ist, daß die AVE Mandatare keinen einzigen Institutsvertreter stellen und auch in keinen anderen Arbeitsgruppen vertreten sind.

Ihre Unzuverlässigkeit spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, daß nach Feststellung der Wahlergebnisse die damalige Kandidatin Alexandra Bauer sofort zurücktrat.(so wichtig waren ihr Euere Anliegen und Stimmen! - Siehe Artikel: Zusammenfassung der letzten 2 Jahre Hochschülerschafts"arbeit"!)

Das Aktionskomitee(AK) kann ich an dieser Stelle natürlich auch nicht verschonen. Zwei Jahre sind fast seit der letzten Wahl vergangen, viel wurde versprochen, nichts ist geschehen! Ich habe die meisten Wahlplakate des AK natürlich archiviert, v.a. populistische Wahlsprüche wie "für Evaluierung, die Sinn macht", "klinische Prüfungen: wir fordern einheitliche Fragenkataloge!!!" untermalt von Sprüchen wie "AK steht für Effizienz" und "AK steht für Engagement", seien hier angeführt weil seit dann NICHTS gemacht wurde und daß, wie sie selbst von sich behaupten, sehr effizient und engagiert!

Ich rufe EUCH ALLE, als Mitglieder der Körperschaft "ÖH", dazu auf:

"HINTERFRAGT, DENKT KRITISCH, MACHT GEBRAUCH VON EUREN RECHTEN! - Damit Ihr als Studenten profitiert und nicht nur die Funktionäre der ÖH!"

Alles was in der HVU geschieht (Protokolle etc.) muß EUCH auf Wunsch zur Einsicht zugänglich gemacht werden!

Ende September 2002:
Knapp vor Semesterbeginn - nächster Besuch im HVU-Büro. Endlich einer vom ÖH-Vet.med.-Vorsitz anwesend. Herauszufinden war nur, daß angeblich doch irgendwann noch eine andere UV-Sitzung stattgefunden habe aber leider gibt es wiedereinmal noch kein Protokoll.

So genehmige ich mir mit Erlaubnis der anwesenden UV-Mandatare Einblick in die Tätigkeitsberichte der Referenten des vergangenen Jahres. Ich frage darauf ganz nett ob ich mir diese eventuell kopieren darf, um sie später in aller Ruhe durchsehen zu können.

Vorsitzender der HVU: "Naja, ich weiß nicht so recht?"(Fragender Blick zu anwesendem AVE Mandatar)

AVE Mandatar: "Ach wieso nicht - steht eh nichts wichtiges drin!"

Etwas "wichtiges" hätte ich wohl nicht kopieren dürfen, aber in diesem Fall war man gnädig.

4.Oktober:
Nächster Bürobesuch! Man weist mich darauf hin, daß nun die Sitzungsprotokolle aufliegen! Ich finde ein Protokoll vom März und eines von Juni 2002. Es hat sage und schreibe 6 Monate bzw. 3 Monate gedauert, um ein jeweils 2-3 Seiten langes Protokoll anzufertigen. Alle Achtung! Was uns wieder zur HVU Geschäftsordnung am Anfang des Artikels bringt.

Sehr vertrauenserweckend - eine HVU, die sich nicht einmal an ihre eigenen Gesetze und Vorschriften hält!


(14.09.2002)

Kopfschütteln über Vsstö(Sozialisten), KSV(Kommunisten) und Gras(Grüne)

Eines der Glanzstücke des Rot-Grün-Dunkelroten Kartells!

Erstsemestrigenberatung vor der Hauptuni! (14/09/02)

Wenn man davon ausgeht , daß die drei genannten Fraktionen bei der letzten Hochschülerschaftswahl(2001) zusammen immerhin 25 der 45 möglichen Mandate (das sind 55,6%) der Bundesvertretung(BV) erreicht haben, sollte diese Bilder einen doch nachdenklich stimmen.

Bei uns auf der Vet.med. bekamen sie von den 701 für die BV abgegebenen Stimmen insgesamt 277 (also 39,51% der Stimmen).

Dieser Skandal ist wieder ein Beweis dafür wie wenig ernst diese Fraktionen ihre eigentliche Aufgabe nehmen und wie unwichtig ihnen das Vertrauen derer ist, die ihnen 2001 ihre Stimme bei der ÖH-Wahl gaben!

Es drängt sich hier auch die Frage auf: "Was haben angebliche "Studentenvertreter" bei den Nationalratswahlen zu suchen, anstatt - wie aus der Bezeichnung hervorgeht - die Interessen der Studenten zu vertreten?"

Antwort: Eigentlich gar nichts!

Die Vermutung liegt nahe, daß hinter solchen Aktionen - wie so oft - kleine Möchtegernpolitiker in diesen Fraktionen am Werk sind, die sich bei Mitgliedern der jeweiligen Parteien profillieren, und die Bundesvertretung der Hochschülerschaft als Sprungbrett in die Bundespolitik mißbrauchen möchen. Dies ist einer der Gründe, warum der RFS der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit voller Überzeugung hinter der Forderung des Bundes-RFS steht, die Bundesvertretung(BV) der Hochschülerschaft aufzulösen und den riesigen Anteil der ÖH-Beiträge der durch die BV jährlich verprasst wird auf die einzelnen Universitätsvertretungen aufzuteilen, wo dieser sicher von größerem Nutzen wäre!