Geschichte des RFS

 

Gegründet: 26.5.1952

Die im Jahr 1952 gegründete freiheitliche Hochschulfraktion wurde gleich nach ihrer Gründung zu einer bestimmenden Kraft in der Hochschülerschaft. Die Bedeutung des Rings Freiheitlicher Studenten wird schon alleine dadurch deutlich, daß die später entstandene FPÖ den Ausdruck freiheitlich als prägnant für ihre Weltanschauung übernahm.

Mit dem Entstehen der Massenuniversität nahm der Einfluß des RFS, der jahrelang zweitstärkste Fraktion der Hochschülerschaft gewesen war, ab. Die egalitaristische Ausformung der berechtigten Forderung nach Chancengleichheit, die statt "Jedem das Seine" das Motto "Allen das Gleiche" zur Maxime erhebt, führte zu einem Ansturm auf die Universitäten.

Heute halten wir bei 220.000 Studenten und die Tendenz ist trotz geburtenschwacher Jahrgänge nach wie vor steigend. In der Folge sank das Ausbildungsniveau. Bei vielen Studienrichtungen steht schon die Überwindung bürokratischer Hindernisse und der Kampf um Übungs- und Seminarplätze im Vordergrund. In der Mitte der Achziger-Jahre war der RFS auf seinem absoluten Tiefpunkt angelangt. Der Vorstand brachte nicht einmal die nötigen Unterstützungsunterschriften für die ÖH-Wahlen 1985 auf.

Schon bei der ÖH-Wahl 1983 hatte die FPÖ, damals unter Steger versucht, eine eigene Partei-Hochschulgruppe - den Liberalen Studentenverband - zu etablieren. Trotz Millionenunterstützung war dieser aber kläglich gescheitert.

Im Jahr 1987 gelang wieder die Kandidatur des RFS und es wurde ein Mandat im Zentralauschuß erreicht. In den folgenden beiden Jahren stand der Aufbau des traditionellen Organs des RFS - DER RING - im Mittelpunkt der Arbeit.

Der RING wurde zur niveauvollsten und interessantesten Studentenzeitung, die Dank ihrer Aufmachung großen Anklang fand. Bereits damals hatte dieser eine Auflage von 100.000 Stück. Der RFS existierte zu diesem Zeitpunkt praktisch nur noch in Wien.

In Graz gab es die KRISTIN (Kritische Studenteninitiative), in Salzburg die LIST (Liberale Studenteninitiative) und in Linz den FSV (Freiheitlicher Studentenverband). Eine Einigung aller dieser Gruppierungen vor allem im Hinblick auf ein gemeinsames Auftreten bei der Hochschülerschaftswahl wurde angestrebt.

Im Dezember 1988 wurde durch die FPÖ-Generalsekretärin Heide Schmidt die FSI (Freiheitliche Studenteninitiative) ins Leben gerufen, die zwar österreichweit kandidierte, aber nie an die Tradition des RFS anschließen konnte. Nach drei Mandaten bei der Wahl 89 gab es bereits 1991 eine Stagnation um 1993 auf zwei Mandate zurückzufallen.

Um ein abermaliges Versinken in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern, wurde für die Wahl 1995 auf Initiative des freiheitlichen Abgeordneten Dr. Martin Graf eine Wahlplattform gegründet, bei der alle freiheitlichen Hochschulgruppierungen (RFS, FSi, LLSt) involviert waren. Es wurde wieder das traditionelle RFS-Organ DER RING ins Leben gerufen, der nunmehr vierteljährlich an 100.000 Studenten verschickt wird.

Die ersten Erfoge stellten sich bereits bei der ÖH-Wahl 1995 ein. Die Stimmen für den ZA konnten stabilisiert werden. An der Vet.med. verdreifachten wir die Stimmen. An der Boku und an der Uni Innsbruck verdoppelten wir den Stimmenanteil und bis auf wenige Ausnahmen gab es überall Stimmengewinne. Bestärkt durch diesen Erfolg wurde die Schmidt Kreation FSi endgültig aufs Abstellgleis gestellt.

Seit Oktober 1995 gibt es den Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) wieder an allen Hochschulen.

 

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